Schulterausrenkung

Allgemein
Schulterausrenkung (Instabilität des Schultergelenkes)
Bei der Ausrenkung des Schultergelenkes handelt es sich um die häufigste Ausrenkung der großen Gelenke. Die Ausrenkung kann entweder durch einen Unfall entstehen (traumatisch) oder angeboren (habituell) sein. Nach einem Erstereignis kann es zum wiederholten Auftreten von Ausrenkungen kommen, welche gemieden werden sollten. Eine nach Wiedereinrenkung unbehandelte Instabilität im Schultergelenk kann zu Schäden an Schulterpfanne, -kapsel und Oberarmkopf führen. Zudem kann eine Ausrenkung zu einem Abreißen der vorderen Knorpellippe des Pfannenrandes kommen, so genannte Bankart Läsionen.

Behandlung
konservativ:
Bei der angeborenen Instabilität steht eine spezielle krankengymnastische Behandlung im Vordergrund. Ziel der Behandlung ist die Stärkung der Muskulatur und die damit einhergehende Stabilisierung des Gelenkes.

operativ:
Kommt es jedoch weiterhin zu Ausrenkungs- oder „beinahe“ Ausrenkungsereignissen, zu Einschränkungen des täglichen Lebens, kann eine arthtroskopische Schulter-Kapselverkleinerungsoperation durchgeführt werden (Kapselshift).

Bei der unfallbedingten vorderen Ausrenkung lässt sich die abgerissene Gelenklippe bzw. die Schulterkapsel arthroskopisch mit speziellen Ankern am knöchernen Pfannenrand refixieren. Bei Bedarf kann diese Operation mit einer Kapselraffung einhergehen.

Nachbehandlung
Während der Nachbehandlung ist eine Ruhigstellung für vier bis sechs Wochen notwendig, begleitet von einer speziellen krankengymnastischen Behandlung. Ein Beginn mit sportlichen Aktivitäten ist nach drei Monaten wieder möglich.